Die welt fängt hinterm Sauerland erst an


Reiseberichte

"Urlaubsreise". Das war ein Fremdwort für mich, damals. Und dafür gab es einen Grund: Ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen und da kannte man nicht das Reisen und nicht Urlaubmachen. Urlaub, das war etwas für die "Nachbarskinder", die regelmäßig in den Sommerferien die Koffer packten, ihr Auto bis zum Dach beluden und mit ihren Eltern in die Ferne reisten; wenigstens in die Lüneburger Heide oder an den Nordseestrand. Wir Bauernkinder verbrachten die Ferien zuhause auf dem Hof, halfen den Eltern bei der Heuernte und begnügten uns mit dem Nass, das im Bach vor dem Hause Richtung Nordsee floss. Dennoch haben wir es nicht vermisst und genossen den Sommer ohne Schularbeiten im vertrauten Umfeld. Was man nicht kennt, kann man nicht vermissen. Das Fernweh plagte uns deshalb nicht. 

Frau Kerkhoff, meine als streng bekannte Volksschullehrerin, gab eines Tages nach Ende der Sommerferien einen Aufsatz auf. Das Thema: "Mein schönstes Ferienerlebnis".  Viele Klassenkameraden hatten mit dieser Aufgabe wenig Probleme. Sie hatten reichlich erlebt in den Bergen, am Strand oder im Meer. Nur was sollte ich nun auf das leere Blatt Papier schreiben? Was war in meinen Ferien so aufregend gewesen, dass es erwähnenswert und besonders war?  Nun, ich schrieb von meiner Arbeit, dass ich meinem Vater geholfen hatte, beim Mähen, Wenden und Wahlen, beim Heuböcke machen und dass ich gar mit dem Hanomag das Heu nach Hause fahren durfte, was besonderen Spaß gemacht hatte.  Ich glaube, ich habe für diesen Aufsatz eine gute Note bekommen, hatte aber dennoch ein Problem damit.

Tage später stand meine Lehrerin vor unserer Haustür. Es war ihr die Anstrengung wert, zwei Kilometer Fußweg hin und wieder zurück auf sich zu nehmen, um meinen verdutzten Eltern den Kopf zu waschen. Und sie wurde sehr deutlich, denn in ihren Augen war es unverantwortlich, einen achtjährigen Burschen mit einem Ackerschlepper Heu fahren zu lassen. Nie wieder habe ich in der Schule von Zuhause erzählt!

 

Doch die Zeiten haben sich verändert. Meine Kinder konnten in ihren Aufsätzen von Urlaub und Sonne am Meer berichten und dafür sind wir heute alle dankbar. Nicht einen Tag möchten wir missen und Erinnerungen daran sind immer wach und gegenwärtig, auch wenn sie heute nicht mehr mit Papa und Mama in den Flieger steigen. Sogar meine Eltern haben sich im Alter, nachdem sie die Landwirtschaft aufgegeben hatten, zusammen mit Nachbarn Reisen in die Berge gegönnt. Trotzdem ging mein Vater viel lieber im heimischen Wald spazieren.  Er kannte kein Fernweh, dafür aber Heimweh, und das bereits nach wenigen Tagen.  Von ihm hätte auch der Ausspruch von Goethe stammen können:

 

"Um zu begreifen, dass der Himmel überall blau ist, braucht man nicht um die Welt zu reisen."

 

Es muss etwas Besonderes bleiben, die Reisen in die Ferne. Und man muss sich auf solche Ereignisse freuen können. So halte ich es mit meiner Frau seit Jahren. Wir sind keine Weltenbummler geworden, die Grenzen Europas sind auch unsere Grenzen. Doch wir genießen drei, vier Tage Stadtluft und Sehenswürdigkeiten und Aufenthalte auf "unseren" geliebten Nordsee-Inseln. Und wir erfreuen uns an den Reiseberichten und Bildern die uns oft in Erinnerungen an schöne Tage in der Ferne schwelgen lassen. Ein wenig davon möchte ich dem interessierten Leser teilhaben lassen.


Die grüne Insel


Irland-Fahrt vom 29.9. bis 6.10.2007 mit der KolpingJugend Eslohe

Mein Bericht über diese Reise in PDF >>>

 

Diese Flugreise nach Irland, die Grüne Insel, war für mich ein wunderbares und nachhaltiges Erlebnis. Dieses Land hat mein Herz erobert und ich bin sicher: Irgendwann kommt der Tag, an dem ich wieder dorthin reisen werde. Unvergessen sind die Eindrücke, die alle Teilnehmer dieser Reise mit in die Heimat genommen haben. Dort entwickelte sich untereinander eine Gruppendynamik, die ich in dieser Weise bis dahin nicht kannte.

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Wir entdeckten die Gr-374ne Insel2 (1).p
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Rom, die ewige Stadt


Flugreise mit den Ir(r)en nach Italiens Hauptstadt Oktober 2009

Mein Bericht über diese Reise in PDF  >>>

 

 

Ein Teil der Irlandreisenden und deren Bekannte fanden sich nun auf privater Ebene zur Reise nach Rom. Es war für alle ein  Ereignis, über das nicht nur beim Nachtreffen gerne Erinnerungen ausgetauscht wurden.  Wir haben viel gesehen in diesen Tagen (12.-17.10.2009) und das spiegelt sich auch in meinem Reisebericht wieder, aufgeteilt in drei PDF Dateien zum Lesen und auch Downloaden. Der Bericht ist insoweit auch lesenswert, da unser Programm sich nach der optimalen Reihenfolge der Sehenswürdigekeiten aufgebaut und auch bewährt hat.

 

Diese Stadt ist ein großes Museum und ist nicht mit einer Reise zu begreifen und kennenzulernen. Es war sozusagen eine "Schnupper-reise", die zum Wiederholen angeregt hat.

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